Zum Sommersemester 2004 haben die beiden KST-Absolventen
Martina Mußner
und
Christoph Ehinger
mit dem Eignungsfeststellungsverfahren zur Vorbereitung auf
eine nachfolgende Promotion am
Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik der Universität Tübingen begonnen.
Im Rahmen des Projektes werden für embedded Systeme Möglichkeiten
zur
Selbstheilung
und
selbständiger Vernetzung
entwickelt.
Ziel des Teilvorhabens
Selbstheilung
ist es, embedded Systeme zu entwickeln, welche
selbständig, analog dem menschlichen Organismus, Fehlersituationen frühzeitig erkennen und
einem drohenden Totalausfall vorbeugen können. Hierzu senden sie Warnmeldungen an
übergeordnete Application-Service-Providing-Zentralen bzw. finden in einem nachfolgenden
Schritt selbständig Wege zur Vermeidung von Fehlersituationen.
Da sich emedded computing Systeme vermehrt in Alltagsgeräten
wiederfinden
(Haushaltsgeräte, intelligente Häuser, Automobiltechnik, Medizintechnik, etc.) werden, ist
eine
manuelle Überwachung dieser Geräte durch Administratoren zu kosten- und personalintensiv.
Selbstheilung bietet hier Lösungsmöglichkeiten.
Im Bereich
selbständiger Vernetzung
werden Verfahren entwickelt, mit welchen es möglich
sein wird, daß Systeme selbständig ihre Partner suchen und erkennen können, Freunde von
Feinden unterscheiden lernen und selbständig wissen, welche Informationen sie mit welchen
Partnern austauschen dürfen. Kommt ein neuer Partner hinzu, ist daher keine Rekonfiguration
des Systems mehr erforderlich.
Anwendungsbereiche dieser Systeme liegen im Bereich embedded
Systeme, bei denen eine
Vielzahl von Komponenten ad hoc Verbünde bilden müssen, um Daten untereinander
auszutauschen (Verkehr, Medizintechnik, Supermärkte, etc.).
Finanziell werden die beiden Vorhaben von folgenden Partnern
unterstützt:
I